Vademekum eines exporteurs

  • Was ist Export?
  • Direkte und indirekte Ausfuhr
  • Glaubwürdigkeit eines ausländischen Partners
  • Exportangebot
  • Europäische Union als Zollunion
  • Steuer im ausländischen Handel

In der Umgangssprache wird Export als Verkauf der Waren oder Dienstleistungen ins Ausland bezeichnet. Die Rechtsvorschriften, besonders das Steuerrecht, definieren den Begriff Export anders.

Im Verständnis des Gesetzes vom 11. März 2004 über Waren- und Dienstleistungssteuer (Gesetz über Mehrwertsteuer) bedeutet Warenexport eine Lieferung, geschickt oder transportiert vom Gebiet des Landes außer Gebiet der Europäischen Union durch:

  • den Lieferanten oder zu seinem Gunsten, oder
  • den Käufer, mit Firmensitz außer dem Gebiet des Landes, oder zu seinem Gunsten,

mit Ausschluss der Waren, die durch den Käufer ausgeführt werden zwecks Ausstattung oder Versorgung der Erholungsschiffen oder Touristenluftfahrzeugen oder anderen Transportmittel, die den Privatzwecken dienen – wenn der Warenexport außer Gebiet der Europäischen Union durch den zuständigen, in Zollvorschriften bestimmten Zollorgan bestätigt wird. 

Im Falle dagegen, wenn der Export von Waren und Dienstleistungen vom Gebiet der Republik Polen aufs Gebiet des anderen Mitgliedsstaates folgt, werden solche Transaktionen nach den Vorschriften des Gesetzes über Mehrwertsteuer als innergemeinschaftliche Warenlieferung klassifiziert.

Die bestimmte Transaktion kann als innergemeinschaftliche Warenlieferung klassifiziert werden, soweit der Warenkäufer bestimmte Bedingungen erfüllt*:

  • der Warenkäufer ist Steuerzahler der Mehrwertsteuer, identifiziert wegen innergemeinschaftlichen Transaktionen auf dem Gebiet des Mitgliedstaates anderen als Gebiet des Landes;
  • der Warenkäufer ist eine juristische Person, die kein Steuerzahler der Mehrwertsteuer ist, identifiziert wegen innergemeinschaftlichen Transaktionen auf dem Gebiet des Mitgliedstaates anderen als Gebiet des Landes;
  • der Warenkäufer ist Steuerzahler der Mehrwertsteuer oder eine juristische Person, die kein Steuerzahler der Mehrwertsteuer ist, die in solcher Charakter auf dem Gebiet des Mitgliedstaates anderen als Gebiet des Landes handelt, wenn der Gegenstand der Lieferung Akzisewaren sind, die gemäß der Vorschriften über Verbrauchssteuer mit Prozedur der Unterbrechung des Akzisebezuges oder Prozedur des Verkehrs von Akzisewaren mit bezahlter Akzise;
  • der Warenkäufer ist ein anderer als in den Punkten 1 und 2 genannte Subjekt, der tätig (wohnhaft) in einem anderen Mitgliedsstaat als Republik Polen ist, wenn der Gegenstand der Lieferung neue Transportmittel sind.

 

In der Praxis bedeutet das, dass der Warenerwerber einen in diesem anderen Land der Europäischen Union zugeteilten EU-Mehrwertsteuernummer besitzen muss.

*Informationsquelle: Art. 12 Abs. 2 des Gesetzes vom 11. März 2004 über Mehrwertsteuer Gesetzblatt 2004 Nr. 54 Pos. 535 mit späteren Änderungen

Im Warenexport und –Import verwendet man verschiedene Strategien der Exporthandlung. Zu den am häufigsten gewählten und bevorzugten gehören:

  • direkte Ausfuhr
  • indirekte Ausfuhr

INDIREKTE AUSFUHR –  betrifft die Lieferung der Waren, die von dem Gebiet des Landes aufs Gebiet des Staates außer Europäischer Union exportiert werden, durch den Käufer oder zu seinem Gunsten, wenn sich sein Firmensitz außer Gebiet des Landes befindet.

Zum Beispiel, indirekte Ausfuhr gibt es dann, wenn ein polnischer Unternehmer einem ausländischen Kontrahenten seine Waren verkauft, aber dieser Kontrahent (Käufer) liefert die Waren selbst oder beauftragt die Ausfuhr in seinem Namen außer Europäische Union und in eigenem Namen Anmeldung und Zollabfertigung vollbringt.

Vorteile:

  • niedrige Kosten des Einstieges in einen ausländischen Markt;
  • alle Schwierigkeiten des Einstieges in einen ausländischen Markt überwindet der Vermittler;
  • Konzentration auf Herstellungstätigkeit und nicht auf Marketingtätigkeit, die mit Vermarktung eines Produktes oder einer Dienstleistung auf dem ausländischen Markt verbunden ist;
  • keine Notwendigkeit, eine Landesverkaufsbüro zu betreiben oder zu halten;
  • Möglichkeit des Handelns auf vielen Märkten auf einmal.

Nachteile:

  • Notwendigkeit, einen Vermittler zu einzusetzen, und damit verbundene Kosten;
  • Mangel an unmittelbaren Informationen bezüglich der Situation auf dem ausländischen Markt – alle Informationen werden von dem Vermittler überwiesen;
  • kein unmittelbarer Zugang zu den Empfängern;
  • kein Einfluss auf die Preisgestaltung, Positionierung des Produktes und Auswahl der Vertriebswege.

DIREKTE AUSFUHR – Vertrieb von Waren oder Dienstleistungen folgt direkt zu dem ausländischen Empfänger (Importeur oder definitiv Empfänger) durch eine Verkaufsbüro (Export-) zum Lande des Empfängers.

Im Falle des direkten Ausfuhr vollzieht der Exporteur (Verkäufer) den Vertrieb von Waren selbst oder bevollmächtigt er dazu einen anderen Subjekt, der in seinem Namen die Ware ausführt und zur Zollabfertigung anmeldet. Bei großer Zahl der Empfänger wird in diesen Prozess noch zusätzlich ein Handelsvertreter einbezogen.

Vorteile:

  • direkter Kontakt mit den Empfängern auf dem Zielmarkt;
  • direkter Zugang zu den Informationen bezüglich der Situation auf dem ausländischen Markt;
  • laufende Kontrolle über Verkauf der Waren im Ausland;
  • Anstieg der Arbeiterqualifikationen.

Nachteile:

  • höhere Kapitalbeteiligung, gebunden mit dem Einstieg in einen ausländischen Markt (Marktuntersuchungen, ausländische Waren- und Dienstleistungswerbung, Beschäftigung);
  • höhere Organisations- und Vermarktungskosten;
  • höheres Risiko der Verluste und Misserfolge.

Direkter Export bewährt in den Firmen, die schon eine Erfahrung im Handeln auf den ausländischen Märkten im indirekten Verkauf haben.

Andere Strategien für Exporthandlungen:

  • Lizenzverkauf
  • Erschaffung von Jointventure mit einem ausländischen Partner
  • Erschaffung einer ausländischen Niederlassung

Vor dem Beginn der Zusammenarbeit mit einem ausländischen Geschäftspartner soll man seine Glaubhaftigkeit überprüfen. Der Gewinn von Hauptinformationen über die Firma eines potenziellen Kontrahenten muss weder schwer noch schwierig oder kostbar sein. Am Anfang soll man überprüfen, ob die genannte Firma mindestens im Internet existiert, und im Internet Hauptinformationen über sie finden.

Was soll man mit Vorrang überprüfen?

  • Verfügt das Unternehmen über eine Anschrift des Firmensitzes, wenn diese von dem Kontrahenten im Angebot nicht angegeben wurde?
  • Verfügt das Unternehmen über eine eigene Webseite?
  • Ist die E-Mail-Adresse zur Korrespondenz auf einer professionellen Domäne lokalisiert?
  • Befinden sich im Internet irgendwelche Meinungen anderer Firmen über das analysierte Unternehmen?
  • Gibt es über das Unternehmen Pressenotizen in Massenmedien?
  • Lässt der Kontrahent Informationen über sich auf professionellen (branchegebundenen) Internetseiten, die den fiktiven Firmen eine Registrierung unmöglichen machen?
  • Nahm der Geschäftspartner an relevanten internationalen Messen teil? Befindet sich der Kontrahent in Austellerkatalog auf den Internetseiten der Messen?
  • Welche Informationen bezüglich des Kontrahenten kann man im Internet finden, wenn man in die Suchmaschine die Registrierdaten seines Unternehmens einträgt?
  • Besitz das Unternehmen außer ein Handy noch ein Festnetztelefon?

Überprüfung der Identität der potenziellen Kontrahenten als offiziell registrierten Unternehmen wird von Internetregister mit kostenlosen Zugriff (in vollen oder Grundumfang) auf die Daten ermöglicht. Zu den populärsten Suchmaschinen gehören:

  • VIES-Suchmaschine

VIES (System der Informationswechsel über MwSt.) ist eine Suchmaschine der Europäischen Kommission. Die Informationen kommen aus den inländischen Mehrwertsteuerdatenbanken, wenn das Suchen mit Hilfe von VIES durchgeführt wird.

Die Suchmaschine steht auf der Webseite der Europäischen Kommission zur Verfügung:

http://europa.eu/youreurope/business/vat-customs/check-number-vies/index_pl.htm

  • Überprüfung der EORI-Nummer

Überprüfung der EORI-Nummer ermöglicht die Bestätigung der Identität einer Firma, wenn ihr eine individuelle EORI-Nummer zugeteilt wurde und wenn diese Nummer ihre Adressdaten generiert.

Überprüfung der EORI-Nummer ist auf der Webseite der Europäischen Kommission möglich:

http://ec.europa.eu/taxation_customs/dds2/eos/eori_validation.jsp?Lang=pl

Es lohnt sich auch, das Portal www.trade.gov.pl zu besuchen, auf dem sich Berichte, Analysen und Informationen bezüglich bestimmten Auslandsmärkten befinden, die von Abteilungen für Handels- und Investitionswerbung der Botschaften und Konsulate von Republik Polen (WPHI) bearbeitet werden. Diese Informationen kann man kostenlos oder entgeltlich bekommen, online oder nach Antragstellung. WPHI bietet auch eine kostenlose Hilfe an bei der Überprüfung, ob sich bestimmte Firma in offiziellen wirtschaftlichen Register des Landes befindet, und auch bei der Aufnahme der Registerauszüge.

Das Exportangebot eines Unternehmens ist ein Angebot für Verkauf der Waren oder Dienstleistungen, das alle wichtige Elemente eines zukünftigen Vertrages formuliert.  Richtige Anfertigung solches Angebotes hat Einfluss auf die eventuelle Fortsetzung der Geschäftspartnerschaft, insbesondere darauf, ob die Geschäftspartner regelmäßige Empfänger werden.

Um einen wirksamen Angebot zu erstellen, soll man genau ein Ziel bestimmen, die man erreichen will. Wenn man das Angebot für den Geschäftspartner vorbereitet, soll man selbst von Vorteilen des angebotenes Produktes oder einer Dienstleistung überzeugt werden. Bevor man das Angebot erstellt, soll man Bevorzugungen, Bedürfnisse und Position des Geschäftspartners (an den das Angebot gerichtet werden soll) auf dem Markt erkennen. Auf diese Weise wird das Angebot den wirklichen Bedürfnissen angepasst.

Ein wichtiges Element des Angebotes ist die richtig benutzte Sprache. Das Angebot soll in einem bestimmten Stil erhalten, mit Rücksicht auf Knappheit, Sachlichkeit, ohne unnötiger Wörter. Wenn man ein Angebot verfasst, soll man auf das Äußere Aufmerksamkeit lenken. Das Angebot soll ästhetisch sein, Aufmerksamkeit wecken und mit dem Firmenimage übereinstimmen.

Hauptelemente eines Angebotes:

  • Name der Bieterfirma, d.h. des Anbieters,
  • Name der Firma, an der das Angebot gerichtet ist, d.h. des Angebotsadressaten,
  • Gegenstand des Angebotes (Ware/ Dienstleistung),
  • Menge der angebotenen Ware mit Angabe der Maßeinheit oder des Umfanges der angebotenen Dienstleistungen,
  • Verpackungsorte,
  • Preis (in der von dem Anbieter bevorzugten Währung),
  • Lieferbedingungen,
  • Termin der Realisierung einer Lieferung,
  • Lieferungsort,
  • Zahlungsbedingungen (Art. und Termin der Zahlung),

Wenn in dem Angebot nicht deutlich vorbehalten wurde, dass es verbindlich ist, wird es angenommen, dass der Anbieter verpflichtet ist, den Gegenstand des Angebotes zu realisieren, und zwar mit Einhalten der angegebenen Bedingungen. Gemäß des Brauches, wenn der Angebotsadressat im bestimmten Termin keine Antwort auf das Angebot gibt, kann das als Annahme des Angebotes verstanden werden.  In der Praxis passiert es häufig, dass die im Angebot vorgeschlagene Bedingungen Änderungen bedürfen. Umfang dieser Änderungen wird von dem Angebotsadressaten in einem Gegenangebot vorgeschlagen. Wenn man das Gegenangebot bekommt, ist das Angebot für den Anbieter nicht mehr verbindlich.

Zollunion ist eine Art des Handelsabkommens, in dessen Rahmen die Staaten – Mitglieder der Zollunion – ihre Zölle und den Zöllen äquivalente Gebühren, sowie die Handelsbegrenzungen untereinander abschaffen. Polen als Mitglied der Europäischen Union ist mit Zollunion mit anderen Mitgliedstaaten erfasst.

Alle Mitgliedsstaaten der Zollunion verwenden dieselbe Grundsätze für Warenverkehr den dritten Staaten gegenüber. In der Europäischen Union gilt der Grundsatz des freien Warenverkehrs für gemeinschaftliche Waren und der s.g. Gemeinsamer Zolltarif.

Gemeinsamer Zolltarif gilt in zwei Fällen:

  • In Transaktionen mit dritten Staaten (die der Europäischen Union nicht zugehören oder mit diesen Gebieten von Mitgliedsstaaten, die aus dem Gebiet der Zollunion und innergemeinschaftlichen Markt ausgeschlossen sind)
  • In innergemeinschaftlichen Transaktionen, deren Gegenstand die Waren mit Zollstatus außergesellschaftliche Waren ist, d.h. diese Waren, die außer Europäischen Union hergestellt und zum freien Warenverkehr in EU nicht zugelassen wurden.

Zolltarif spielt eine wesentliche Rolle innerhalb von Kalkulationselementen. Von dem Zollsatz, der einer bestimmten Ware in Tarif zugeschrieben wurde, hängt die Höhe der Steuer ab, die in Zusammenhang mit den geführten Handelstransaktionen mit dritten Staaten bezahlt werden soll. Die Zollsätze beeinflussen direkt die Höhe der Steuerforderungen, indirekt dagegen die Höhe der Steuer, die in Zusammenhang mit den geführten Handelstransaktionen mit dritten Staaten bezahlt werden soll. Daraus folgt, dass die MwSt.-Besteuerungsgrundlage u.a. die Zöllen umfasst. Die Zölle bilden ein Element der Grundlage für die Besteuerung mit Akzise auch dann, wenn die Prozentsätze dieser Steuer ihre Anwendung finden.

Die Zolltarife sind von Natur und Eigenschaften der Waren abhängig – Anwendung einer richtigen Zolltarife bedarf einer richtigen Tarifklassifizierung der Waren. Die Warenklassifizierung dient der genauen Bezeichnung der Waren, die den Begrenzungen im Handeln mit dritten Staaten und der Statistik des internationalen Handelns unterliegen.

In Europäischen Union funktionieren zwei tarifliche Hauptklassifikationen für Waren:

  • achtstellige KN-Code (Kombinierte Nomenklatur) – bezeichnet Waren im Ausfuhrverfahren;
  • zehnstellige TARIC-Code (Gebrauchstarif) – bezeichnet Waren im s.g. Importverfahren.

In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bleiben die Regelungen bezüglich direkter Steuer im Geschäftsbereich der einzelner Mitgliedsstaaten, wobei es entsprechende Vorkehren getroffen wurden, um Vermeidung der Besteuerung, Doppelbesteuerung und zu große Unterschiede im Bereich der Steuersätze unmöglich zu machen. Indirekte Steuer unterliegt dagegen der Angleichung in Rahmen der EU (das betrifft u.a. Mehrwertsteuer). In Polen werden die Regeln der Angleichung im Bereich der Mehrwertsteuer im Gesetz vom 11. März 2004 über Waren- und Dienstleistungsteuer berücksichtigt. Gemäß dem Art. 5 des Gesetzes, der Besteuerung mit Waren- und Dienstleistungsteuer unterliegen in Polen:

  • entgeltliche Warenlieferung und entgeltliche Dienstleistung auf dem Gebiet des Landes,
  • Warenexport,
  • Warenimport auf das Gebiet des Landes,
  • innergemeinschaftliche Warenerwerb gegen Honorar auf dem Gebiet des Landes,
  • innergemeinschaftliche Warenlieferung.

Vor dem Beginn der Realisierung der innergemeinschaftlichen Transaktionen ist der polnische Steuerzahler der Mehrwertsteuer verpflichtet, eine EU-Umsatzsteuernummer, d.h. EU-VAT-Nummer zu bekommen, und zwar durch Anmeldung in einem Finanzamt.

Im Falle der s.g. Ausfuhrtransaktionen (d.h. sowohl im Falle des Warenexportes, als auch einer innergemeinschaftlichen Warenlieferung von Polen) ist es möglich, einen 0% MwSt. Satz einzuwenden, bei gleichzeitiger Möglichkeit des Abzuges einer Vorsteuer. In beiden Fällen hängt aber das Recht zur Anwendung des 0% Satzes von der Erfüllung bestimmter Dokumentationsanforderungen ab. Die Bedingung zur Anwendung des 0% Satzes im Export ist der Besitz von dem Steuerzahler eines Dokumenten, das die Ausfuhr der Waren außer Gebiet der Europäischen Union bestätigt.

Im Falle einer innergemeinschaftlichen Warenlieferung kann der 0% Satz zwar Anwendung finden, aber unter der Bedingung, dass sowohl der Lieferant, als auch der Käufer einen richtigen und gültigen Identifikationsnummer für innergemeinschaftlichen Transaktionen besitzen. Außerdem ist es notwendig, dass der Verkäufer Unterlagen besitzt, die bestätigen, dass die als Gegenstand der innergemeinschaftlichen Lieferung geltende Waren aus dem Gebiet des Landes ausgeführt und zu den Käufer aufs Gebiet eines anderen EU-Staates zugeliefert wurden.

Wenn die oben genannte Anforderungen in bestimmter Zeit nicht erfüllt werden, findet Anwendung ein in Polen angewandter Mehrwertsteuersatz für Waren, die Lieferungsgegenstand sind, wobei die Erlangung entsprechender Dokumente nach Ablauf der im Gesetz über Mehrwertsteuer festgelegten Fristen ein nochmaliger Einsatz des 0% Satzes für gegebene Transaktion ermöglicht.

Steuerpflicht – gemäß des Gesetzes über Mehrwertsteuer – entsteht in dem Moment des Abschlusses einer Waren- oder Dienstleistungslieferung. Dieser Grundsatz ist u.a. auf Transaktionen des Warenexportes anwendbar. Im Falle der innergemeinschaftlichen Lieferung dagegen entsteht die Mehrwertsteuerpflicht mit dem Datum der Ausstellung einer Rechnung durch den Steuerzahler, nicht später aber als bis den fünfzehnten Tag des Monates, das nach dem Monat folgt, in dem diese Lieferung abgeschlossen wurde.

Die Besteuerungsgrundlage ist im Prinzip alles, was eine Bezahlung bildet, die der Lieferant der Waren oder Dienstleister bekommen hat oder soll, und zwar aufgrund des Verkaufes von dem Käufer, Dienstleistungsempfänger oder von dritten Person, samt erhaltenen Zuwendungen, Subventionen und anderen Zuschläge, die einen ähnlichen Charakter und direkter Einfluss auf den Preis der gelieferten Waren oder von dem Steuerzahler geleisteten Dienste haben. Andere Grundsätze für Bestimmung der Besteuerungsgrundlage mit MwSt. gelten u.a. im Warenimport (wo Besteuerungsgrundlage ist generell die Zollwert, erhöht um den zustehenden Zoll).

Zusätzliche Quellen des Abgabenbescheides im Bereich des Exportes und Importes von und nach dritten Länder:

Zmiana rozmiaru
Kontrast
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